1.1     Definition bzw. Eingrenzung des Forschungsgebietes Suchmaschinenkompetenz

Die durch die vorliegende Arbeit untersuchte Suchmaschinenkompetenz wird hier als Teilbereich der Medienkompetenz verstanden, die sich in die Dimensionen Medienkritikfähigkeit, Medienkunde und Mediennutzung aufgliedert.[6] Entsprechend erschöpft sich Suchmaschinenkompetenz nicht nur in der technischen Bedienung der Suchsysteme, sondern beruht u.a. auch auf der Fähigkeit, das oft versteckte Wissen aus der Masse an Informationen herauszufiltern, zu bewerten und sich anzueignen.

Komponenten der Suchmaschinenkompetenz

Abbildung 1: Komponenten der Suchmaschinenkompetenz (eigene Darstellung)

Suchmaschinenkompetenz umfasst dabei (u.a.):

Mehrere Studien bescheinigen den Nutzern jedoch –gemessen an den eben erwähnten Kriterien‑ eine eher geringe Suchmaschinenkompetenz:

Hinzu kommt, dass die Nutzer ihr Wissen über  Suchmaschinen häufig selbst überschätzen.[10]

Die große Bedeutung der Nutzung von Suchmaschinen im Web erfordert es, die Suchmaschinenkompetenzen von Internetnutzern zu erforschen. Dies ist deshalb essentiell, weil dadurch einerseits die Suchmaschinenangebote anwenderfreundlicher gestaltet und andererseits öffentlich-finanzierte Aufklärungs- und Weiterbildungskampagnen entwickelt werden können. Beides mit dem Ziel, Kompetenz- und Wissensdefiziten im Hinblick auf Suchmaschinen zu verringern.

Gleichzeitig enthält die Erforschung des Teilbereichs Suchmaschinen-Nutzung einen wichtigen Bezug zum Onlinemarketing, denn nur mit der genauen Kenntnis der Suchkompetenzen der potentiellen Websitebesucher können Marketing-Maßnahmen effizient und zielgerichtet eingesetzt werden.[11]

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