7.4     Beurteilung von Webinhalten nach ZIMMERMANN et al.

Im Jahre 2004 führten ZIMMERMANN, KAPPES, MICHEL an unterschiedlichen Gymnasien in Zürich eine Pilotstudie zum Thema Beurteilungsfähigkeit von Webinformationen durch. Dabei wurden eine Schülerbefragung, Leitfadeninterviews mit Gymnasiallehrern und ein Arbeitstag mit einer 11.Klasse umgesetzt. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass die befragten Schüler einerseits die Suche im Web gegenüber anderen Medien präferieren, andererseits aber nicht in der Lage sind, das Medium Internet sinnvoll einzusetzen ‑geschweige denn‑ die gefundene Informationen angemessen einzuordnen. Hinzu kommt, dass sowohl bei der Anwendung der Suchmaschinen als auch bei der Kenntnis alternativer Suchstrategien große interindividuelle Unterschiede bestehen. Im Bereich der Informationsbeurteilungsfähigkeit sprechen die Forscher sogar von einem „enttäuschenden Resultat“: Von 14 möglichen Fähigkeitspunkten wurden von den Schülern durchschnittlich gerade einmal 7 Punkte erreicht. Dass sich die Schüler ihrer Grenzen im Bereich der Beurteilung von im Internet gefundenen Inhalten nur ungenügend bewusst sind, belegt neben der Einschätzung der befragten Lehrer auch die teilnehmende Beobachtung. [214]